Markt der Ideen

Der Markt der Ideen bietet die Gelegenheit, Euch mit Euren Ideen, Papieren, Konzepten zu den verschiedensten Berlin-Themen einzubringen, die in den acht Workshops keinen Platz finden konnten. Im Rahmen der Tagung werden die eingereichten Papiere an Runden Tischen vorgestellt und intensiv diskutiert.

Bisher eingegangen Projekte

  • Projekt: Giftfrei(er)Leben in Berlin (Projektidee)
    von Stefan Ziller
  • Gifte sind keine Entdeckung des Industriezeitalters. Neu sind die Vielfalt und die Menge, in der giftige Stoffe erzeugt und freigesetzt wurden und werden. Der dramatische Verlust an Tier- und Pflanzenarten, der nicht nur, aber zu einem erheblichen Teil auf schleichende Vergiftungen zurück zu führen ist, berührt uns erst, wenn Arten betroffen sind, deren Sterben uns Menschen selber trifft. Doch als Stadt / Gemeinde / KonsumentInnen hat unser Handeln einen großen Einfluss. Diesen Spielraum unser Leben „giftfreier“ zu gestalten, wollen wir mit diesem Projekt angehen. Unser Ziel: Einen Aktionsplan „giftfreies Berlin“ mit konkreten Maßnahmen für Berlin im Berliner Abgeordnetenhaus beschließen, mit dem Ziel innerhalb einer bestimmten Zeit (5/10/? Jahre) die schlimmsten Umweltgifte in Berlin aus dem Alltag zu verbannen.

  • Projekt: Geflüchteten Kindern und Jugendlichen Rechte und Chancen garantieren (Projektidee)
    von Marianne Burkert-Eulitz
  • Kinder auf der Flucht sind zunächst einmal ausschließlich Kinder! Ihnen stehen alle Rechte und Angebote zu, wie allen anderen Kindern auch. Sie müssen schnell in Kitas und Schulen ihrer Wohnumgebung aufgenommen. Dazu müssen die entsprechenden Kapazitäten an Kitaplätzen und Schulplätzen in Willkommens- wie Regelklassen zur Verfügung gestellt werden, in Regeleinrichtungen des Wohnumfelds. Sie haben ein Recht auf Förderung, deshalb brauchen sie schnell Zugang zu Kinder- und Jugendeinrichtungen und zu allen Leistungen des SGB VIII.

  • Projekt: Das Gasnetz… und mehr. Grüne Ziele 2016. (Projektidee, ausführliche Version)
    von Georg Koessler und Stefan Taschner
  • Berlin liegt nach wie vor beim Klimaschutz weit zurück – trotz unzähliger Ankündigungen, Konzepten und Papieren. Diese Regierung hat bewiesen, dass sie Klimaschutz weder will noch kann. Deshalb braucht Berlin endlich grüne Werkzeuge, mit denen Klimaschutz und Energiewende gestaltet werden können. […] Eine rekommunalisierte Energieversorgung kann aber ein effektives Werkzeug der Energiewende sein, vor allem wenn sie mit klaren politischen Zielsetzungen und Handlungspfaden verknüpft wird. Im Gegensatz zum Berliner Senat ist für uns Grüne die Rekommunalisierung kein Selbstzweck, sondern muss aktiv gestaltet werden, solide finanziert sein, den Klimazielen des Landes insgesamt nutzen und die Chancen müssen die Risiken überwiegen.

  • Projekt: Finanzzuweisung an die Bezirke zukunftsfähig gestalten (Projektidee)
    von Kristine Jaath und Jana Borkamp
  • Die Bezirke sind seit Jahren strukturell unterfinanziert und leben von ihrer Substanz. Um das abzuwenden, brauchen wir ein Budgetierungsmodell, dass es den Bezirken ermöglicht, ihren gesetzlichen Aufgaben nachzukommen und darüber hinaus Gestaltungsspielräume und politische Schwerpunktsetzungen zulässt. Wir fordern eine Haushaltspolitik, die nicht Abermilliarden in einem desaströsen Flughafenbau oder einer aufgeblasenen Olmpiabewerbung versenkt, sondern die Prioritäten bei einer der wichtigsten Ressource setzt, mit der die Metropole Berlin aufwarten kann: ihren Einwohnern, den Bezirken und ihren Verwaltungen.

  • Projekt: Zentren für Alternative Medizin und Schulmedizin in Berlin (Projektidee)
    von Delphine Scheel
  • Wir wollen bspw. in Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) oder Stadtteilzentren Räume schaffen, dass Medizinanbieter neue und alternative Behandlungsmethoden bekannt machen können. Damit wollen wir ihnen ermöglichen Beratung und Dienste unentgeltlich anzubieten, um auch Heilmethoden bekannt zu machen in Form von Vorträgen und auch Behandlungen, die für viele Bürger sonst unbekannt bzw. verkannt werden: z.B. die Wirksamkeit von naturheilkundliche Behandlungen oder z.B. die Anwendung von Traditioneller Chinesischer Medizin und auch Bewegungsmethoden zur Selbstheilung. Hintergrund ist, dass die z.Zt. existierenden alternative Heilmethoden anbietenden MedizinerInnen u. HeilpraktikerInnen Honorare für Ihre Behandlungen erheben müssen, um hohe Mieten und Betriebskosten decken zu können. Damit wird die eigentliche Möglichkeit von billiger und effektiver medizinischer Beratung und Versorgung unserer BerlinerInnen erheblich einschränkt.

  • Projekt: Integration, Antidiskriminierung und Vielfalt sind die Themenfelder, auf denen politische Richtungskämpfe ausgefochten werden (Projektidee)
    von Susanna Kahlefeld
  • Wir haben in Deutschland Fortschritte in der Flüchtlingspolitik und im flüchtlingspolitischen Diskurs gemacht. Dazu haben die Flüchtingsproteste selber den größten Beitrag geleistet. Doch wie stehen wir eigentlich zu Menschen, die nicht vor Verfolgung, sondern vor Armut fliehen? Etwa aus afrikanischen Ländern, mit deren Privilegierten wir Verträge zu unserem Nutzen abschließen? Wie steht es um unsere innereuropäische Verantwortung und um die historische Verantwortung gegenüber den Roma?“ Gibt es „echte“ Flüchtlinge, die schnell integriert werden sollen, und „falsche“, die „nur“ Armut und Perspektivlosigkeit antreibt und die deshalb schnell abgeschoben werden müssen?

  • Projekt: Menschlichkeit – Ende aller Abschiebungen aus Berlin (Projektidee)
    von Stefan Ziller, Tim, Rhea Niggemann und Patrick Luzina
  • Am 3. Oktober 2013 ertranken 366 Menschen bei einem der größten Schiffsunglücke vor Lampedusa. In der Folge gab es viele Reden, viele Krokodilstränen und (leere) Versprechungen. Migration ist für Menschen oft der einzige Weg, um einer die Gesundheit und das Leben gefährdenden Situation zu entkommen. Daher muss anerkannt werden: Migration ist ein Menschenrecht. Daran sollte niemand gehindert werden. Wir setzen uns daher für ein sofortiges und dauerhaftes Ende aller Abschiebungen, sowie eine uneingeschränkte Bewegungsfreiheit für Alle ein! Alle landesrechtlichen Möglichkeiten müssen im Falle einer GRÜNEN Regierungsbeteiligung in Berlin voll ausgeschöpft werden, um die Ablehnung eines Aufenthaltstitels zu vermeiden. Damit kommt es erst gar nicht zur Ausweisung bzw. dessen Vollstreckung durch Abschiebung. Denn für uns sind Menschlichkeit und Humanismus unverhandelbar.

Weitere Fragen und Informationen dazu beantworten wir gerne per Mail.
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